Gilching/Gauting (18.11.2016) Unter anderem sollen das geplante Gautinger Gewerbegebiet sowie eine geplante Wohnsiedlung mit 1.500 Menschen mit Geothermie versorgt werden. Die Asto Park Gauting Entwicklungsgesellschaft, die Heizwerk-Management GmbH und die RAG-Energy Drilling verfolgen das Projekt gemeinsam.

Bitte entnehmen Sie erste Informationen dem beigefügten Pressspiegel.

Doch jetzt scheint das regenerative Energieprojekt wieder ein ganz heißes Thema zu werden, denn es gibt nun Investoren und Entwickler, die nach heißem Wasser bohren wollen um das geplante Gautinger Gewerbegebiet mit ihren etwa 21 Hektar großen Baufeldern mit Wärme aus der Tiefe versorgen zu können. Aber auch der Technopark am Sonderflughafen Oberpfaffenhofen und das künftige Gewerbeareal Gilching-Argelsried sollen von der Geothermie profitieren.
Das Potenzial für diese Tiefengeothermie sei „enorm“. Und die Investoren seien darauf angewiesen, Wärme abzugeben, betonte Gilchings Energiebeauftragter Jan Haas am Dienstagabend im Gemeinderat. […] Der Gemeinderat befürwortete das Geothermie-Vorhaben als „hervorragende Chance“, nachhaltig Wärme zu erzeugen und sich interkommunal daran zu beteiligen. […] Die Kommunalpolitiker entschieden einstimmig, dass Geothermie den Trinkwasser- und Landschaftsschutz sowie das Naherholungsgebiet „Unterbrunner Holz“ nicht beeinträchtigen dürften.

Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 16. November 2016

Nun rüttelt es aber wieder, die Suche nach Erdwärme könnte wieder beginnen: Drei Investoren beziehungsweise Entwickler, darunter die allgegenwärtige Asto Park-Gesellschaft, greifen nach dem Claim und wollen somit die Bohrrechte in dem pulsierenden Gebiet rund um den Sonderflughafen Oberpfaffenhofen erlangen. „Gauting West“ nennt sich das Vorhaben, das eben diese Gemeinde forciert, um Wärme fürs geplante eigene Gewerbegebiet zwischen Gilching und Flughafen zu gewinnen. […] Die [Gemeinde Gauting] will nun mit dem Asto Park-Unternehmen an einem Strang ziehen, um die Geothermie kraftvoll zu fördern. Ein raffinierter Schachzug, denn für die angestrebte Klimawende im Landkreis Starnberg ist Erdwärme weiterhin ein sehr gewichtiger Faktor. Insbesondere Gilching dürfte das nicht kalt lassen, weil immer mehr Häuser und später auch die Wohnsiedlung „Glatze“ einmal umweltfreundlich geheizt werden sollen. Dass nun offenkundig finanziell potente Investoren und Profi-Planer aus der Branche die Geothermie wieder anpacken, ist auch für Gilching eine große und unverhoffte Chance.

Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 16. November 2016

Weitere Informationen unter: Bundesverband Geothermie

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