asto bei der Mobilitätskonferenz der Europäischen Metropolregion München – Foto: © Rohde & Schwarz

Am Nachmittag des 26. November 2018 fand auf dem Gelände der Firma Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG die Mobilitätskonferenz der Europäischen Metropolregion München e.V. (EMM) statt.
Der gemeinnützige Verein hat es sich in Kooperation mit dem Kompetenzteam Kultur- und Kreativwirtschaft der Landeshauptstadt München zum Ziel gemacht, die Metropolregion München in seiner Wirtschaftskraft nachhaltig zu fördern. Im EMM e.V. engagieren sich Mitglieder aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Neben 25 Landkreisen, 6 kreisfreien Städten und 40 kreisangehörigen Kommunen tragen aktuell fast 130 Unternehmen, 6 Kammern sowie 23 Organisationen aus Wissenschaft und Gesellschaft zum Erfolg der Region bei.
Wir freuen uns Mitglied dieses konzeptionell hochwertigen Vereins zu sein und gemeinsam mit anderen Unternehmen und Institutionen einen Beitrag für die Attraktivität der Metropolregion leisten zu können. In Einklang mit Natur und Umwelt wollen wir mit durchdachten Mobilitätskonzepten die Lebensqualität in der Metropolregion mit weiter steigern.

Der Veranstaltung am 26. November 2018 lag eine Vernetzungsstudie zugrunde, die als erster Schritt einer Bestandsanalyse diente, um die bereits erfolgten Studien, bestehende Konzepte, Projekte und Produkte zum Thema Mobilität im Großraum zu sammeln. Auf diese Weise können nun Projekte, die dem laut Prognose bis 2036 um 10% wachsenden Mobilitätsbedarf gerecht werden, effizienter umgesetzt werden.
In Auftrag gegeben wurde diese Studie an die Agentur Drees & Sommer, die zunächst die priorisierten Themenbereiche in den verschiedenen Landkreisen analysierte und daraus über 280 Projekte aus den Bereichen Radverkehr, Fußverkehr, motorisierter Individualverkehr (MIV), öffentlicher Personennachverkehr (ÖPNV), Wirtschaftsverkehr und sonstige filterte.
Das Ziel der Vernetzungsstudie war die Erarbeitung von ersten Handlungsempfehlungen auf dem Weg zu einem übergeordneten, abgestimmten Mobilitätskonzept. Die Handlungsempfehlungen resultierten aus den Rückmeldungen der Befragung sowie den Workshops und den daraus erarbeiteten Best Practices.

Auf der Mobilitätskonferenz wurden die 40 Best Practices in den 4 Kategorie

  • Urbanizer
  • Mobil am Land
  • Grün unterwegs
  • Quick win des Jahres

vorgestellt und daraus per online-Voting unter den Konferenzteilnehmern der Gewinner der jeweiligen Kategorie ermittelt.
Der Gewinner in der Kategorie „Urbanizer“ ist der Elektroroller-Sharing-Anbieter EMMY. Das Besondere an EMMY ist, dass der regenerative Strom aus bürgerfinanzierten Kraftwerken von Green City gewonnen wird. Das einfache auf einer App basierte Konzept ist vor allem in der Stadt gut umsetzbar.
In der Kategorie „Mobil am Land“ erreichte die Roche Diagnostics GmbH mit ihrem betrieblichen Mobilitätskonzept die Siegertreppe. Angeboten werden Lösungen für die Mitarbeiter des Pharmaunternehmens hinsichtlich deren Weg zur Arbeit, Weg innerhalb des Standortes oder zwischen verschiedenen Standorten. Aber auch Fahrten in Form von Kundenbesuchen sollen verbessert und nachhaltiger gestaltet werden. Ein firmeninterner Busshuttle, die Förderung von ÖPNV-Fahrkarten sowie ein Fahrradleasingprogramm sollen dies gewährleisten. Das Konzept und die einzelnen Maßnahmen sind jederzeit auf andere Unternehmen übertragbar.

Erfolgreicher Sieger im Bereich „Grün unterwegs“ ist das Startup Movelo mit ihrem E-Bike Sharing für Unternehmen und Institutionen. Das Company E-Bike Konzept ist eine unkomplizierte Komplettlösung, die Bereitstellung, Wartung und Instandhaltung von E-Bikes, Ladesäulen und eine Smartphone-App zum Ver- und Entriegeln der Bikes umfasst. Eine gesunde und umweltbewusste Alternative zum (Firmen-)PKW. Aber auch E-Bike Holiday und Events rund ums E-Bike sind Komponenten von movelo.
Der „Quick win des Jahres“ ging an das Ebersberger Pendlerportal, das verschiedene Anbieter von Fahrgemeinschaften sowohl im ländlichen als auch im städtischen Raum verlinkt. Das Vereinen von beispielsweise MVV München, blablacar, fahrgemeinschaft.de und Carsharing-Anbietern auf einer Plattform erleichtert die Suche nach einer geeigneten Mitfahrgelegenheit, weil man nicht jede einzelne Seite eines Anbieters durchforsten muss.
Den genannten Gewinnern und allen anderen nominierten gratulieren wir ganz herzlich und freuen uns über die große Anzahl vorhandener nachhaltiger und umweltschonender Konzepte in der Metropolregion München.
Ganz besonders stolz sind wir über den Gewinner des Sonderpreises „Innovation“. Dieser ging an die Firma Lilium, die ihren Sitz bei uns im asto Park hat, dem größten Aviation Standort Münchens. Lilium ist mit ihrem Flugtaxi aktuell dabei die dritte Dimension der Fortbewegung zu erobern. Und hierbei handelt es sich nicht mehr um einen Prototypen, sondern bereits ein Zulassungsmodell. Ein 5-Sitzer, der somit 4 Passagiere befördern kann, fliegt fast lautlos ohne lokale Emissionen Luftlinie von A nach B, hat dabei keinen größeren Energieverbrauch als ein Elektroauto und das Ganze zu Taxipreisen. Wobei ein (Auto)Taxi eine durchschnittliche Auslastung von 0,3 Personen pro Stunde hat, während Liliums Flugtaxi aufgrund der höheren Geschwindigkeit und des Nichtvorhandenseins von Staus eine wesentlich höhere Rate aufweist und somit günstiger ist! Gratulation.

Die Vernetzungsstudie bietet eine strukturierte Basis für den Ausbau der Mobilität in der Metropolregion München. Wir wünschen uns ebenso wie die Verantwortlichen, dass der angestoßene Prozess vonseiten der Politik durch mutige Entscheidungen unterstützt wird. Auf diese Weise kann der entstandenen Dynamik Rechnung getragen werden und das Ziel einer nachhaltigen, vernetzten Mobilität gemeinsam erreicht werden, getreu dem Motto des EMM e.V.: „Macht Mehr Miteinander!“

Die offizielle Pressemitteilung der Mobilitätskonferenz finden Sie hier.

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