Teilnehmer des „The Way Forward after UNISPACE+50 and on Space2030″ Foto: © DLR

Thema des High Level Forums (HLF) der Vereinten Nationen mit dem Titel „The Way Forward after UNISPACE+50 and on Space2030“ war, wie globale Herausforderungen des 21. Jahrhunderts mit Hilfe von Raumfahrtanwendungen gemeistert werden können. Die Ergebnisse aus dieser Konferenz dienen der Space2030-Agenda, welche im Detail im UN-Ausschuss für die friedliche Nutzung des Weltraums (UNCOPUOS) auf der Grundlage eines Austauschs der internationalen Raumfahrtgemeinschaft erarbeitet wird. Mithilfe der Empfehlungen und der darauf aufbauenden Agenda soll die nachhaltige Nutzbarkeit des Weltraums zu friedlichen Zwecken sichergestellt werden.

Neben dem Büro der Vereinten Nationen für Weltraumfragen (UNOOSA), dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) wurde die Veranstaltung auch vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) organisiert. Das DLR ist in unmittelbarer Nachbarschaft zum asto Park in Oberpfaffenhofen ansässig und hat hier mit seinem Galileo Kontroll- und Robotikzentrum den mitarbeiterstärksten Standort deutschlandweit.

Als Förderer von Zukunftsprojekten, Entwickler und Investor des asto Parks, der Wiege der Luft- und Raumfahrt, waren wir zusammen mit mehr als 300 Gästen aus 60 Ländern, Vertretern aus Politik, Verwaltung, Industrie und Zivilgesellschaft zugegen. Alle hatten sich zum Ziel gesetzt, die Beschlüsse der UNISPACE+50-Konferenz, die im Sommer des Jahres in Wien stattgefunden hatte, zu diskutieren und ein gemeinsames Verständnis zu entwickeln. In über 70 Vorträgen ging es unter anderem um Themen wie Weltraumrecht, Vermeidung und Beobachtung von Weltraummüll und Umweltmonitoring.

Thomas Jarzombek (MdB), Koordinator der Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt, appellierte in seiner Eröffnungsrede zur internationalen Zusammenarbeit auch in der Raumfahrt, um den heutigen Kernproblemen, wie Klimawandel und Umweltzerstörung entgegenwirken zu können. Die Regierungen, Raumfahrtagenturen, internationalen Agenturen, aber auch die privaten Akteure, müssen hier an einem Strang ziehen, damit die Wissenschaften und Technologien im Bereich Raumfahrt erfolgreich ihre Ziele erreichen können und somit der Weltraum nachhaltig genutzt werden kann.

Mit ESA BIC, DLR, AZO, Diehl Aviation, Telespazio VEGA und RUAG Aerospace ist Oberpfaffenhoffen bereits heute DER Standort für Aerospace. Im Detail heißt das, den globalen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts wird bereits heute mit Hilfe von Raumfahrtanwendungen rund um den asto Park begegnet. Vor allem junge, innovative Anwenderfirmen ebenso wie etablierte Technologieunternehmen, die die Dynamik des Standortes nutzen und ihre Aktivitäten im asto Park bündeln wollen, werden hier angesprochen.

Der asto Park und der Forschungsflughafen im Südwesten von München sind der Hotspot der Luft- und Raumfahrt. Das hat auch das Bundesverkehrsministerium 2017 offiziell wieder bei der Vorstellung des Luftverkehrskonzepts so dargestellt. Der international bekannte Sonderflughafen Oberpfaffenhofen sei einer der zwölf bedeutsamsten Flughäfen in Deutschland.

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